Was taugen ETF-Sparpläne zur Altersversorgung?

ETF-Sparpläne zur AltersversorgungWas taugen ETF-Sparpläne zur Altersversorgung? ETFs, auf Deutsch Indexfonds, gelten seit Kurzem als die neuen Sterne am Anlagehimmel. Deutlich kostengünstiger als herkömmliche Fonds bieten sie eine entsprechend bessere Rendite. Während für klassische Fonds für das aktive Managen eine gesonderte Gebühr. Da das Management von ETFs nur tätig wird, wenn sich die Zusammensetzung des abgebildeten Index ändert, versuchen die Manager herkömmlicher Fonds, durch kontinuierliches Austauschen von Positionen, eine entsprechende Rendite zu erwirtschaften.

ETF-Sparpläne zur Altersversorgung

ETFs ohne Ausgabeaufschlag – Ein weiterer Pluspunkt für ein Investment in ETFs ist der fehlende Ausgabeaufschlag. Indexfonds werden an der Börse gehandelt. Für den Anleger fallen nur die Kosten für den Kauf an. Die Höhe der Courtage für die Bank variiert von Institut zu Institut. Ebenso bestehen Unterschiede in der Angebotspalette für ETFs. Viele Broker bieten aber auch zahlreiche Sparpläne an, in deren Rahmen Fondsanteile ohne Kosten erworben werden können. Entfällt dabei noch die Depotverwaltungsgebühr, hat der Anleger die Kostenseite in Bezug auf die Rendite optimiert. Hier finden Sie alle Testberichte, aus denen hervorgeht, welche Bank oder welcher Broker am Ende am geeignetsten ist. Grundsätzlich lässt sich die Frage, ob ETF-Sparpläne zur Altersversorgung Sinn machen, ganz klar bejahen. Aktienkurse kennen trotz aller Rückschläge an den Börsen nur einen Weg, den nach oben. ETFs bieten die einfachste und unkomplizierteste Form, an der Börse zu investieren.

Abgrenzung zu Indexpolicen

Während die Fondsgesellschaften ihre Produkte schon von alters her für die Altersvorsorge empfehlen, standen ihnen bis Mitte der achtziger Jahre die Versicherer mit ihren klassischen Produkten gegenüber. Erst zu diesem Zeitpunkt begannen die ersten Gesellschaften, auch fondsgebundene Lösungen anzubieten. Den Indexfonds standen sie zunächst hilflos gegenüber, da sie von der Kostenseite nicht mithalten konnten. Inzwischen finden sich aber auch sogenannte Indexpolicen am Markt. Diese sind jedoch deutlich nachteiliger für die Altersversorgung als ein reines Fondsinvestment. Der Grund liegt neben den höheren Kosten für eine Versicherung auch in der Anlagestrategie. Im Rahmen einer Indexpolice wird nicht der gesamte Sparbeitrag in Fonds investiert, sondern nur die anfallenden Überschüsse. Schwerpunkt der Indexpolice für die Geldanlage sind nach wie vor klassische, konservative Kapitalanlagen. Das derzeitige Zinsniveau lässt kaum mit nennenswerten Überschüssen rechnen, der Anteil der Spargelder, der in ETFs fließt, bleibt verschwindend gering.

Die Argumentation der Versicherer, dass eine ETF-Police auch Hinterbliebenenabsicherung bietet, lässt sich leicht aushebeln. Wer die Hinterbliebenenversorgung über eine Risikolebensversicherung abdeckt und die eigene Altersversorgung über einen ETF-Sparplan, optimiert zum einen die Kostenseite signifikant, zum anderen die Rendite in der Sparanlage. Trotz inzwischen gedeckelter Abschlussprovisionen nehmen diese einen beträchtlichen Anteil der anfänglichen Beiträge in Anspruch.

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Aktualisiert von admin am 7. September 2016