Deutsche Rentenversicherung steht besser da als gedacht

Die Deutsche Rentenversicherung steht besser da als gedacht, so dass die Erhöhung des Beitragssatzes im Jahr 2019 geringer ausfallen könnte als bisher berechnet. Der Beitragssatz könne bis 2018 stabil bei 18,7 Prozent des Bruttolohns bleiben, teilte die Behörde mit.

Im Jahr 2019 müsse der Beitrag nach neuen Berechnungen des Schätzerkreises aus Vertretern der Rentenversicherung und des Bundesarbeitsministeriums dann um 0,1 Prozentpunkte auf 18,8 Prozent steigen. In ihrer Mai-Schätzung waren die Experten für 2019 noch von einer Erhöhung auf 19,1 Prozent ausgegangen.

Grund für die veränderte Prognose ist laut Rentenversicherung vor allem die günstige Entwicklung der Beitragseinnahmen. Diese werden von der hohen Beschäftigung und steigenden Löhnen beeinflusst. Die Rücklagen in der Rentenkasse werden daher langsamer aufgezehrt als angenommen.

Polster von mehr als 30 Milliarden Euro

Ende 2015 werde die Nachhaltigkeitsrücklage voraussichtlich 33,4 Milliarden Euro betragen. Im Mai war man noch von 31,4 Milliarden Euro ausgegangen. Erst 2019 würden sich demnach die Reserven soweit verringern, dass eine Beitragserhöhung nötig wird. In den Berechnungen sind die Mehrausgaben für die seit Juli 2014 ausgeweitete Mütterrente und die Rente mit 63 berücksichtigt.

Die Vertreterversammlung – das Parlament der DRV Bund – hatte erst Anfang des Monats per Beschluss gefordert, dass die Mindestreserve angehoben wird, die die Rentenkasse zum Jahresende aufweisen muss. Denn andernfalls drohten künftig regelmäßig finanzielle Engpässe, die der Bund durch Finanzhilfen ausgleichen müsste.

Quelle: http://www.t-online.de/wirtschaft/altersvorsorge/id_74750402/rentenversicherung-entwickelt-sich-besser-als-erwartet.html

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Aktualisiert von admin am 12. November 2015